Regionale Entwicklung

Regionale Innovation lebt von den Menschen. Wir brauchen Politik, die Mut macht und Ideen nicht nur gutheißt, sondern auch fördert. Es gilt das Potential zu wecken, das in der Region und ihren BewohnerInnen steckt.

Damit wir die Zukunft gestalten können und nicht ertragen müssen, setze ich mich für Folgendes ein:

  • Förderung von Innovationsprojekten (z.B. Steyr 2030 oder Nature of Innovation)

  • Mehr Forschung in der Region

  • Förderung innovativer Ideen wie dem ersten E-LKW bei MAN

  • Ausbau der Infrastruktur (z.B. öffentlicher Verkehr und Breitbandinternet)

  • Stärkung des FH-Standorts Steyr

Wenn wir die Zukunft gestalten und nicht ertragen wollen, bedarf es Mut und Weitblick. Gerade als Region mit sehr viel Industrie müssen wir offen sein für neue Ideen. Regionale Innovation lebt von den Menschen, die in der Region leben. Wir brauchen Politik, die Mut macht und Ideen nicht nur gutheißt, sondern auch fördert. Als PolitikerInnen sind wir verpflichtet Rahmenbedingungen zu schaffen, von denen alle profitieren können.

Ich setzte mich dafür ein, dass wir eine Region am Puls der Zeit bleiben. Kooperationen müssen verstärkt werden und kluge Köpfe sollen zu uns kommen und nicht in die großen Ballungsräume abwandern. Die Arbeitsplätze und die Entwicklung der ganzen Region hängen davon ab.

Es gibt Vieles, das unsere Region weiterbringen kann. Hier kann ich nur ein paar Beispiele nennen.

Innovationen fördern

Mit Steyr 2030 habe ich mit dem Verein FAZAT ein Innovationsprojekt für Steyr gestartet. NOI – Nature of Innovation legt die Idee auf die ganze Region um. Erstmals arbeiten drei Leader Regionen und eine Stadt gemeinsam an einem Regionalentwicklungsprojekt. Was mich dabei besonders freut, ist die Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. Weil eines ist klar: gemeinsam geht’s besser.

Mit dem Ideenwettbewerb bei Steyr 2030 ist es gelungen, dass sich dutzende Kreativköpfe über die Zukunft ihrer Stadt Gedanken machen. Dabei war eine unglaubliche Energie und Motivation zu spüren. Die Menschen leben gerne in ihrer Region und sind bereit diese auch mitzugestalten.

Von den vielen Projekten, die von der Altstadtbelebung, einem Re-Branding der Stadt, Ökostromprojekten oder der Idee einer Surfwelle an der Steyr reichen, möchte ich eines hervorheben.

Eröffnung Maker Space der Steyr-Werke

Das Team der Steyr-Werke dachte von Anfang an groß. Mit unglaublichem Einsatz und trotz vieler Schwierigkeiten, konnte in Steyr heuer der erste Maker-Space Oberösterreichs eröffnet werden. Dank einer Anschubfinanzierung des FAZAT, dem Museum Arbeitswelt, das dem Verein eine Heimat gab, der Unterstützung der Wirtschaft und vor allem des ehrenamtlichen Engagements der Steyr-Werke Crew, wurde dieses Top-Projekt Realität. BastlerInnen, TechnikerInnen und Kreativlinge können nun in der 300m2 hightech Werkstatt ihre Ideen verwirklichen.

Ich wünsche mir, dass wir diesen Weg gemeinsam weitergehen und zur Kernregion der Innovation werden.

Investitionen in die Zukunft

Wer Zukunft gestalten will, braucht Hirnschmalz, Mut und Geld. Österreich fördert Forschung so stark wie kaum ein anderes Land. MAN würde die E-LKW Vorserie ohne Gelder des Bundes nicht in Steyr fertigen. Für die knapp 2500 Beschäftigten ist es wichtig, dass Zukunftstechnologien vor Ort zum Einsatz kommen und damit mit weiterentwickelt werden, denn nur dadurch werden ihre Arbeitsplätze gesichert. Denn wie lautete der alte Steyr-Werk Slogan: Vorsprung durch Technik.

Bundeskanzler Christian Kern besichtigt E-LKW Fertigung bei MAN Steyr

Gerade für mich als Betriebsrat ist das essentiell. Gerade für mich als Betriebsrat ist das wichtig. Denn wir werden den Wettbewerb der Regionen nicht durch niedrige Löhne und Gehälter gewinnen, denn dazu verdienen wir zum Glück viel zu gut. Wir werden auch in Zukunft besser sein müssen.

Seit etwa drei Jahren pendle ich nach Wien mit der Bahn. Fiel mir der Umstieg am Anfang aus Gewohnheit schwer, so bin ich jetzt begeistert von der Schnelligkeit und dem Komfort auf der Weststrecke. Wichtig sind aber nicht nur die Hauptstrecken, sondern auch entsprechende Zubringer und Park&Ride Anlagen.

Die Modernisierung der Ennstalbahn und der Ausbau der Pyhrnbahn sind der richtige Weg. Auch für die Almtalbahn fordere ich ein Entwicklungskonzept, statt der drohenden Schließung. Ein leuchtendes Beispiel ist die neue Traunseebahn, die Verbindung der Gmundener Straßenbahn mit der Vorchdorfer Bahn. Hier wurde eine einmalige Chance genutzt. Mein Respekt für diese Zukunftsinvestition gilt allen Beteiligten, wie Reinhold Entholzer oder dem Gmundner Bürgermeister Stefan Krapf. Auch hier sieht man: gemeinsam geht’s besser.

Die ÖBB investieren viel in unserer Region. In Losenstein, Ternberg, Kirchdorf, Großraming und Rohr werden und wurden die Bahnhöfe modernisiert und es entstehen zeitgemäße Park&Ride Anlagen. Zeitgemäß heißt einerseits größer und andererseits auch mit Angeboten für RadfahrerInnen. Es fahren mehr Menschen mit der Bahn und dem E-Bike Boom muss nun durch sichere Abstellanlagen Rechnung getragen werden.

Durch die Investitionen der ÖBB ist Österreich mittlerweile nach der Schweiz die Bahnnation Nummer 2. Wieso nicht wie beim Schifahren Nummer 1 werden? Das geht nur durch weitere Investitionen. Steyr braucht einen attraktiveren Bahnhof und in Ramingdorf wäre ein guter Platz für eine Park&Ride Anlage, die bestehenden sind überlastet. Mittelfristig brauchen wir zusätzlich zur S-Bahn eine schnelle Verbindung von Steyr nach Linz. Langfristig bin ich für den Ausbau der Pyhrnbahn als Schnellverbindung zwischen Linz und Graz.

FH Steyr

Dank 100 Millionen Euro aus der Bankenabgabe werden in den nächsten Jahren österreichweit 5000 neue Fachhochschulplätze entstehen. Bereits mit dem Studienjahr 2018/19 werden 450 neue Plätze zur Verfügung stehen.

Derzeit studieren am FH Campus Steyr fast 1500 junge Menschen in 11 Studiengängen. Mit dem Ausbau des Standorts werden 200 zusätzliche Plätze geschaffen. Im Herbst wird mit dem Bau begonnen, der nicht nur Studienplätze, sondern auch zusätzliche Forschungsmöglichkeiten für die aus allen Nähten platzende FH Steyr bringen wird.

Die Hochschule ist für die Region ein wichtiger Faktor. Einerseits können junge Menschen aus der Gegend hier studieren und andererseits kommen Studierende aus der ganzen Welt nach Steyr, manche um zu bleiben. Außerdem bietet die Fachhochschule zahlreiche hochqualifizierte und zukunftsträchtige Arbeitsplätze in Forschung und Lehre.

Im Rahmen des Innovationsprojekts Nature of Innovation darf ich selbst erleben welches Know-how in der FH Steyr steckt. Die Kooperation mit Wissenschaftlern, denen die Region am Herzen liegt und diese kennen, ist ein Erfolgsgarant für eine positive regionale Entwicklung.

In den Steyrer Leitbetrieben arbeiten viele AbgängerInnen der FH, die auch einen wichtigen Standortvorteil für unsere Industrie bieten.

Radfahren

In der Region Pyhrn-Priel hängen hunderte Arbeitsplätze vom Tourismus ab. Für eine zukunftsfitte Entwicklung braucht es auch ein gutes Radwegenetz. Hier gibt es großes Potential, derzeit aber kein entsprechendes Angebot.

Leider endet der Radgenuss oft bei einer Fahrverbotstafel (mit dem Bürgermeister von Spital am Pyhrn Aegidius Exenberger)

Wenn ich mir denke wie viel Energie bei dem Versuch ein attraktives Radwegenetz in der Region Pyhrn-Priel zu schaffen verloren geht, dann muss ich sagen es ist Zeit den Reset-Knopf zu drücken. Eine grundsätzlich Freigabe der Forststraßen ist aus meiner Sicht die einzige Möglichkeit ein attraktives MTB-Wegenetz zu ermöglichen.

Sperrgebiete aufgrund von Naturschutz, jagdlicher oder forstwirtschaftlicher Gründe soll es natürlich weiterhin geben. Derzeit ist durch ein zu schlechtes Angebot für die Mountainbiker die Lenkung des Verkehrs nicht möglich. Viele BikerInnen halten sich nicht an die teilweise allgegenwärtigen Verbote und ziehen so den Ärger der Jäger und Eigentümer auf sich. So ist ein Miteinander im Wald kaum möglich.

TouristInnen sind verunsichert, da sie nicht wissen, wo sie fahren dürfen und ob eine Anzeige droht. In Nachbarstaaten, wie Bayern, Südtirol, der Schweiz oder Tschechien ist das Fahren im Wald nämlich erlaubt.

Wie sehr der Radtourismus einer Region helfen kann, sehen wir am Ennstalradweg oder im Reichraminger Hintergebirge.

Erweiterung des Nationalparks Kalkalpen

Die wunderschöne Bergwelt mit dem Reichraminger Hintergebirge, dem Warscheneck oder dem Toten Gebirge zeichnet unsere Region aus. Der Zusammenschluss der beiden Nationalparks Gesäuse und Kalkalpen und ihre Erweiterung bis in das Salzkammergut ist eine einmalige Chance für unsere Region. Auch für den Tourismus würde der große Nationalpark Möglichkeiten eröffnen. Denn hier gilt: size matters.

Es darf aber keinen Widerspruch zwischen Naturschutz und den Bedürfnissen der Bevölkerung geben. Hier muss man im Vorfeld die Interessen gegeneinander abwägen und gemeinsam Lösungen finden.

Aufsperren, nicht Zusperren

Der ländliche Raum lebt von seiner Infrastruktur. Hier ist meine Devise, dass man nicht alles zusperren darf. Infrastruktur muss erhalten werden. Es muss nicht alles so bleiben, wie es war. Mir geht es darum innovative Ideen zu entwickeln, wie der ländliche Raum in Zukunft funktionieren kann.

Kooperationen stehen dabei im Mittelpunkt. Ich denke, dass beispielsweise das System der Postpartner grundsätzlich ein gutes ist. Das Postservice bleibt bestehen und regionale Geschäft sind durch höhere Einnahmen und Frequenz besser abgesichert.

Vorbildlich ist etwa der Postpartner in Sierninghofen-Neuzeug. Hier wird die ehemalige Postfiliale von Pro Mente betrieben. Eine win-win Situation, da die Bevölkerung den gewohnten Service hat, psychisch kranke Menschen betreut werden und zusätzlich Arbeitsplätze in der Region bleiben.

Am Land kann es nicht das gleiche Angebot geben wie in der Stadt. Viele Initiativen zeigen uns aber, dass durch Engagement der Bevölkerung so einiges möglich ist. Bei Nature of Innovation legen wir besonderen Wert darauf, wie das Leben am Land für Jung und Alt in Zukunft gestaltet sein kann.

Das engagierte Menschen durch persönlichen Einsatz in unserer Region Dinge möglich machen und aufrechterhalten, die sonst undenkbar wären, erfüllt mich mit Dankbarkeit und ist mir ein Beispiel für die Zukunft. Trotz finanziell immer wieder schwieriger Zeiten darf ich dem Kulturverein Röda zum 20. und dem AKKU zum unglaublichen 30. Geburtstag gratulieren. Der seit über 30 Jahren bestehende Verein Frikulum will heuer den Bertholdsaal in Weyer kaufen. Ich wünsche viel Erfolg, meine Unterstützung habt ihr.

Frei- und Hallenbäder dürfen nicht geschlossen werden. Das Land OÖ plant die Hälfte der Freibäder zuzusperren. Betroffen sind möglicherweise die Hallenbäder in Spital am Pyhrn, Losenstein oder Molln. Bei den Freibädern könnten Wolfern, Großraming, Laussa, Micheldorf oder auch Klaus auf der Schließungsliste stehen. Die Liste wird vom Land nicht veröffentlicht. Gerade für Kinder sind Bäder wichtig, wo sollen sie sonst schwimmen lernen?

Ich bin für den aufgabenorientierten Finanzausgleich. Gemeinden sollen entscheiden, ob sie ein Freibad brauchen oder nicht und entsprechende Mittel bekommen. Gemeindekooperationen müssen verstärkt werden. Derzeit ist es für Gemeinden rechtlich nicht möglich einen Bauhof oder eben ein Bad gemeinsam sinnvoll zu betreiben.

Damit soll mein Wunsch Realität werden:

In unserer Region hat die Zukunft schon begonnen.