MAN Steyr: Betriebsräte laufen Sturm gegen Abbau-Pläne des Vorstandes

Nationalrat Markus Vogl traf sich am Montag mit ÖGB-Präsidenten Wolfgang Katzian, um mit ihm über Zukunftsszenarien für die Industrieregion Steyr zu diskutieren. In der anschließenden Nationalrats-Sondersitzung forderte die SPÖ wiederholt Maßnahmen gegen mögliche Kündigungswellen und damit verbundene Massenarbeitslosigkeit.

Der MAN-Vorstand setzte am vergangenen Freitag über Presseagenturen die Hiobsbotschaft ab, wonach das Unternehmen in Deutschland und Österreich in den kommenden Jahren 9.500 Stellen abbauen möchte. Der Produktionsstandort Steyr sowie die Betriebe in Plauen und Wittlich stünden „zur Disposition“.

„Eine solche Vorgehensweise ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Belegschaft, sondern verunsichert die gesamten Region Steyr massiv. Erst kürzlich wurde noch ein Standortsicherungsvertrag bis 2030 abgeschlossen. Steyr war für MAN immer der Standort für die heiklen und schwierigen Aufgaben- und ist es gegenwärtig immer noch. Natürlich steht die Branche vor einem großen Umbruch und damit verbunden auch unsere Region. Aber gerade deshalb fordern wir das Unternehmen nachdrücklich auf, hier der gesellschaftlichen Verantwortung gemeinsam mit den Belegschaftsvertretungen und der Politik nachzukommen.“, zeigt sich Nationalrat Markus Vogl kämpferisch.

Die Betriebsräte starteten Montag Früh in intensive Verhandlungen mit der Konzernleitung in München, um die kolportierten Schließungspläne abzuwenden. „Die gleiche Entschlossenheit für eine Sicherung der Arbeitsplätze in unserer Region erwarte ich mir auch von der Landes- und Bundesregierung. Die Beschäftigten der Steyrer Industriebetriebe haben sich mit ihrer hervorragenden Leistung diese Unterstützung mehr als verdient“, so Markus Vogl.