Bildung

Bei der Lehrlingsausbildung und der HTL ist Österreich absolute Weltspitze.

Mein Ziel: Ein Bildungssystem auf Weltklasse-Niveau vom Kindergarten bis zur Universität. Für Arbeitsplätze, die Zukunft haben.

Deshalb:

  • Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung

  • Flächendeckende Ganztagesschulen

  • weitere Erhöhung des Uni-Budgets

  • Aufwertung der Kindergärten

  • 5000 zusätzliche LehrerInnen für benachteiligte Schulen

  • Mehr Geld für Brennpunktschulen

Ich fordere Bildung mit Vorsprung, um von Anbeginn einen Schritt voraus zu sein. Leider hinkt Österreich bei der Bildung der Weltspitze hinterher. Es gibt Bereiche, wie die Lehre und die HTL, wo wir ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Vom Kindergarten bis zur Universität haben wir großen Aufholbedarf. In den vergangenen Jahren konnten wir uns mit vielen Reformen nicht durchsetzen. Die gemeinsame Schule der 10-14-jährigen gibt es etwa in den PISA Test Top-Ländern, bei uns scheitert die Einführung an ideologischen Gräben.

Unseren Kindern und der Zukunft Österreichs sind wir es schuldig, endlich die notwendigen Reformen anzugehen und dafür auch Geld in die Hand zu nehmen.

Stärken stärken – Schwachstellen verbessern

Um eines der erfolgreichsten Länder bleiben zu können, müssen wir unsere Stärken stärken und die Schwachstellen verbessern. Die HTL Steyr bringt top Ausbildungschancen für die Jugend. Für die Steyrer High-Tech Industrie sind ihre AbgängerInnen wesentliche Erfolgsgaranten und Standortfaktoren. Ich bin stolz Abgänger dieser Schule zu sein.

Die FH Steyr ist für die Region wesentlich und der Ausbau mit 200 zusätzlichen Studienplätzen ist ein notwendiger Baustein für die Zukunft. Der Standort Wehrgraben ist nicht nur im Zentrum, es schließt sich so auch der Kreis zwischen der Geschichte der Steyrer Industrie und ihrer Zukunft.

Durch die neue Ausbildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr wird erreicht, dass kein junger Mensch ohne Berufsbildung dasteht. In Steyr gibt es eine Reihe von Einrichtungen, die sich um gesellschaftlich und sozial absturzgefährdete Jugendliche kümmern. Beispiele sind das BFI-Metallzentrum, die offene Arbeitsstiftung Steyr und die Produktionsschule. Jeder Euro, der in die Ausbildung der Jugend investiert wird, zahlt sich später aus. Kein Jugendlicher darf zurückbleiben.

Bei der Kinderbetreuung geht es um Wahlfreiheit. Sie gibt Eltern die Möglichkeit, arbeiten zu gehen und ihre Kinder in guter Obhut zu wissen. Gerade für Frauen und vor allem für Alleinerzieherinnen ist das wichtig, da sie oft durch Betreuungspflichten von (Alters)armut bedroht sind. Derzeit gibt es einfach zu wenige Plätze.

Folgendes Beispiel zeigt, wie wichtig ganztägige, hochwertige und kostenlose Kinderbetreuung gerade für Frauen und speziell für Alleinerziehende ist:

Katrin (30) aus Garsten

Katrin ist allein erziehende Mutter ihres zehnjährigen Sohnes. Nach der Matura konnte sie ihr Studium nicht beenden, da sie arbeiten musste, um ihr Kind durchbringen zu können. Einer Arbeit, von der man ordentlich leben kann, konnte sie nicht nachgehen. Heute arbeitet sie Teilzeit als Helferin in einem Hort. Weil sie zu wenig verdient, bezieht sie Mindestsicherung. Das ist zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig, denn ein Gutteil des Geldes geht für die Miete drauf.

Katrin braucht hochwertige ganztägige Betreuung für ihr Kind, damit sie Vollzeit arbeiten kann, um ausreichend zu verdienen um abgesichert zu sein – auch in der Pension.

Katrin ist ein fiktives Beispiel, das beispielhaft für tausende Betroffene in Österreich steht.

Deshalb fordert die SPÖ einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. Spätestens 2020 sollen alle Kinder zwischen einem und sechs Jahren einen Rechtsanspruch auf ganztägige, kostenlose und hochwertige Kinderbetreuung und Bildung haben.

Vom Bodensee bis zum Neusiedlersee. In der Stadt und am Land.

Denn kein Kind darf zurückbleiben.

Kindergärten – Vorbild Schweden

Die Kindergärten haben sich eine Aufwertung verdient. Im Kindergarten können sprachliche und soziale Defizite der Kinder ausgleichen werden. Dadurch erhöhen sich ihre Chancen in der Schule und die soziale Durchlässigkeit.

Österreich hinkt beim Angebot nach. Schließzeiten ab Mittag und lange Ferien stellen so manche Familie am Land vor große organisatorische Herausforderungen. Auch im Bezirk Steyr gibt es eine Reihe von Gemeinden, die nicht das volle Spektrum von der Krabbelstube bis zum ganztägig geöffneten Kindergarten anbieten können oder wollen.

Durch einen Rechtsanspruch auf einen kostenlosen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr würden die Bildungschancen der Kinder erhöht und die Eltern entlastet. Das oben angeführte Beispiel von Katrin zeigt uns, dass gerade Alleinerziehende oft nicht wissen, wie sie alles unter einen Hut bringen können. Kinder, die in Armut aufwachsen und Frauen, die aufgrund von Erziehungspflichten im Alter in Armut leben, sind eine Schande für eines der reichsten Länder der Welt. Schluss damit.

Was bringt einer alleinerziehenden Mutter eine Steuererleichterung, wenn sie keine Steuern bezahlt? Der Ausbau der Sachleistungen, wie Gratisessen im Kindergarten, ist der richtige Weg.

Leider geben wir in Österreich zu wenig Geld für die Kindergärten aus. Wir sind unter dem Durchschnitt der OECD Länder. Die skandinavischen Länder müssen hier unser Vorbild sein.

In Schweden hat die Elementarpädagogik einen viel höheren Stellenwert. Das sieht man auch am Bildungsniveau oder an den Einkommen des Personals. Auch der Anteil an männlichen Pädagogen ist um ein Vielfaches höher als bei uns – ein „guter“ Indikator für den Stellenwert der Kindergärten.

In Ländern mit gutem Betreuungsangebot bekommen die Frauen auch mehr Kinder, da es einfach besser möglich ist alles unter einen Hut zu bringen. Berufstätigkeit und Familie dürfen im 21. Jahrhundert kein Widerspruch sein.

Gemeinsame Schule – von den Besten lernen

Aber nicht nur bei den Kindergärten sind uns die nordischen Länder überlegen. Die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen ist in Skandinavien Standard, ebenso sind es Spitzenplätze beim PISA Test. In Österreich ist vielen ein Platz ihrer Kinder im Gymnasium wichtiger, als der Erfolg der ganzen Gesellschaft. Aus ideologischen Gründen wird von der konservativen Seite seit Jahrzehnten die Einführung der gemeinsamen Schule verhindert.

Ich will, dass jedes Kind unabhängig von seiner sozialen oder geographischen Herkunft die gleichen Chancen hat.

Nur eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen mit ganztägigem und verschränktem Unterricht kann helfen, einen wirklichen sozialen Ausgleich im Bildungssystem herzustellen.

Ich fordere finanzielle Mittel, da wo sie hingehören. Das heißt, dass Schulen mit höherem Förderbedarf mehr Geld bekommen. Wenn besonders viele Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen oder aus armen Familien an der Schule sind, soll entsprechend mehr Personal zur Verfügung stehen. Bildungsministerin Sonja Hammerschmid spricht von etwa 5000 zusätzlichen LehrerInnen, die benötigt werden.

Ausbau der Ganztagsschulen

Die Ganztagsschule auf der Ennsleite in Steyr ist schon seit Jahrzehnten eine beliebte Schule, aber viel zu klein für den Bedarf. Der flächendeckende Ausbau der Ganztagsschulen mit 750 Millionen Euro aus der Bankenabgabe, ist ein erster, aber wesentlicher Schritt in Richtung Chancengleichheit. Denn viele Eltern können ihre Kinder nicht entsprechend fördern oder Nachhilfe finanzieren. Bei der ganztägigen Schule bleibt die Schultasche in der Schule. Abwechselnde Lern- und Freizeitblöcke und professionelle Betreuung stellen sicher, dass die Kinder gut gefördert werden und die Familienzeit auch Freizeit ist.

Weiters wird Spaß an Bildung gestärkt, da in der Schule auch Sport, Musik und Freundschaft einen größeren Stellenwert bekommen. Der Frust der Überforderung mit Hausübungen und Lernstoff fällt weg.

Lehre aufwerten

Um das duale System mit Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule werden wir tatsächlich von der halben Welt beneidet. Wir können stolz sein auf unsere Lehrlinge, die regelmäßig bei internationalen Bewerben zu den Besten zählen.

Die FacharbeiterInnen sind das Rückgrat unsere Industrie. Leider hat die Lehre ein Imageproblem. Wir SozialdemokratInnen wollen die Lehre aufwerten und fordern die Durchlässigkeit des Bildungssystems mit einer Öffnung zu den Lehrberufen. Lehre mit Matura soll keine Ausnahme, sondern die Regel werden. Ich trete für die Erhaltung und Schaffung neuer überbetrieblicher Ausbildungsstätten ein, um eine qualitativ hochstehende Ausbildung für alle Jugendlichen garantieren zu können.

Die SPÖ fordert, dass in Zukunft kein Lehrling mehr für das Berufsschulinternat selbst bezahlen muss. Wir wollen, dass der Gratisführerschein für Lehrlinge zur Ausbildung gehört. Damit werden wir der Tatsache gerecht, dass heutzutage ein Auto vielfach zur Berufsausübung notwendig ist.

Der Blum – Bonus ist ein „win-win-Modell“ für Lehrstellensuchende, Betriebe und die ganze Gesellschaft. Durch seine Einführung stiegen die begonnen Lehrausbildungen. Ausbildung ist zentral, um gesellschaftlich und sozial absturzgefährdeten Jugendlichen eine Perspektive zu geben.

Ich setze mich für den Ausbau der Fachkräfteausbildung in Lehrwerkstätten und Betrieben ein.

Verbessern wir gemeinsam die Chancen der Lehrlinge.

Unis stärken – Fachhochschulen ausbauen

Dass wir eine ordentliche Universitätsfinanzierung gegen die ÖVP – beschlossen haben, halte ich für richtig und notwendig. Wir brauchen gute Unis, um in Zukunft bestehen zu können. Ohne diese Initiative wären die Unibudgets ernsthaft in Gefahr gewesen.

Die 1,35 Milliarden Euro mehr für die Unis und die zusätzlichen 5000 FH Plätze sind erst der Anfang. Wir brauchen top ausgebildete junge Menschen. Bei der Bildung zu sparen, heißt sich die Zukunft zu verbauen.

Unsere Universitäten müssen Weltspitze werden. Dafür braucht es mehr Geld. Gerade in den MINT Fächern sollen deutlich mehr Studienplätze geschaffen werden. Für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung brauchen wir mehr Abgänger in den Studienrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die derzeitige Situation an den technischen Universitäten ist ein Skandal, das muss sich ändern. Der Ausbau der MINT Fächer darf aber nicht auf Kosten der geisteswissenschaftlichen Studien gehen.

Der freie Hochschulzugang muss erhalten bleiben, da er am ehesten sicherstellt, dass auch junge Menschen aus ärmeren Familien studieren können.